"Noah" 16/16

Dann nahm er dieselbe Taube und ließ sie wieder hinaus. Sie beschwerte sich zwar, aber es half ihr nichts, es gab damals halt noch keine Taubengewerkschaft (sprich Tierschutzverein).

Die Taube kam abends wieder und landete auf dem Rand der Klappe. Sie saß da, man könnte fast sagen, mit einem Grinsen auf dem Gesicht, und sagte: "Da, Boß!". Sie ließ etwas fallen, ein Blatt nämlich, das sie von einem Baum gepflückt hatte.

Noah, der Übervorsichtige, wartete wieder eine Woche und ließ die Taube wieder los.

Diesmal freute sie sich darüber. Sie freute sich so sehr, dass sie nicht mehr wiederkam.

Nun hielt Noah es nicht mehr aus. Er ließ sich Hämmer, Brecheisen, Sägen und ähnliche Sachen mehr kommen und alle begannen, das Dach abzunehmen.

Und dann sprach der Herr zu Noah: "Noah, mach gefälligst, dass du mit all deinen Sachen und allen Verwandten und allen Tieren aus der Arche kommst."

Noah tat so. Ein Jahr und zehn Tage nach dem Beginn des großen Regens betrat zum ersten Mal wieder ein Mensch die Erde.

Und Noah sprach, als er die Erde mit wackligen Knien, der Aufregung und der langen Seereise wegen, betrat, die bis heute unvergessenen und vielzitierten Worte:

"EIN KLEINER SCHRITT FÜR EINEN MENSCHEN,
EIN GROSSER SCHRITT FÜR DIE MENSCHHEIT."

Und Noah dankte als erstes Gott und baute ihm einen Dankaltar.

E N D E 

P. S. Dass Noah seine Arche danach als Hotel "Zum fröhlichen Ararat" verkauft hat, glaubt mir nach all dem sowieso niemand mehr. Es stimmt auch nicht;  s o  geschäftstüchtig war er nun auch wieder nicht!

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