"Noah" 1/16

Noah lag gemütlich auf der Couch seines Wohnzimmers und schlief. Diesen Mittagsschlaf hatte er sich redlich verdient. Schließlich war er den ganzen Morgen unterwegs gewesen.

Seine Füße schmerzten, seine Kehle war in Mitleidenschaft gezogen. Treppauf, treppab, immer munter und fröhlich mit den Leuten geredet und doch hatte er, der Generalvertreter für Toilettenbürsten, heute noch keine einzige solche Bürste verkauft.

Er hatte es deutlich zu spüren bekommen: seit ein paar Wochen war die Kauflust der Leute spürbar gesunken. Sollte dieser Trend anhalten, würde er in absehbarer Zeit gezwungen sein, in die Fabrik zu gehen und am Fließband zu arbeiten.

Und das paßte ihm überhaupt nicht. Er brauchte den Kontakt mit den Menschen, er brauchte die Bewegung, er brauchte seine ganze Vertretertätigkeit.

Wie gesagt, er lag gemütlich auf seiner Couch.

Auf einmal begann ein Höllenspektakel, ein Schlag dröhnte durch das Haus, daß die Wände wackelten und die Fenster klirrten. Man konnte sein eigenes Wort nicht verstehen.

Das machte Noah überhaupt nichts aus, da er

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